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Amerika und der nahe Osten

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Warum der nahe Osten brennt?

Seit dem 11. September 2001 (mit Ausnahme der Trump-Zeit) setzt das Pentagon die Doktrin Rumsfeld/Cebrowski um. Es geht darum, die US-Armee den Anforderungen des Finanzkapitalismus und der Globalisierung des Handels anzupassen. Zunächst hat sich der US-Generalstab zum Ziel gesetzt, alle staatlichen Strukturen in dieser Region mit Ausnahme der israelischen, libanesischen und jordanischen Strukturen zu zerstören, damit dort multinationale Unternehmen die natürlichen Ressourcen ausbeuten können, ohne dort auf politische Hindernisse zu stoßen. So haben wir nacheinander diese Zerstörung in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien und im Jemen erlebt. All diese Kriege wurden uns als "Revolutionen" verkauft, aber keiner von ihnen war es. Sie sollten einige Wochen dauern, aber keiner endete (der "endlose Krieg"). Sie werden uns also jetzt als "Bürgerkriege" verkauft. Seit zwei Jahren ist derselbe Prozess im Libanon im Gang, diesmal aber ohne direkten Einsatz von Waffen. Die 2005 veröffentlichte Karte des US-Generalstabs wurde daher geändert. Es ist daher legitim, dass man die Ausdehnung dieser Pest auf Israel vermutet.

Admiral Arthur Cebrowski zufolge besteht die Hauptschwierigkeit bei der Umsetzung seiner Lehre darin, den Brand einzudämmen. Deshalb hat er die Region des "Erweiterten Nahen Ostens" nicht auf der Grundlage ihrer Ressourcen, sondern der Kultur ihrer Bewohner entworfen. War es daher möglich, alle Staaten dieser Region, unabhängig davon, ob ihre Regierungen Freunde oder Feinde sind, in die Luft zu sprengen, ohne das geographische Palästina zu berühren?

Diese Hypothese ist in zwei Varianten denkbar: in der ersten ist die Kontamination von Israel das Werk der von ihrer Leidenschaft getriebenen Völker, in der zweiten ist es ein Wille des Pentagon. Wie dem auch sei, wenn die kommenden Ereignisse in den nächsten Monaten diese Hypothese bestätigen sollten, ändert das, was jetzt geschieht, die Art des Konflikts und verlängert ihn bis ins Unendliche.

Das Pentagon hatte sich gegen die Außenpolitik von Präsident Trump ausgesprochen. Generäle haben sich sogar gerühmt, ihn getäuscht zu haben und den Abzug der US-Truppen aus Syrien zum Scheitern verurteilt zu haben. Sie haben nicht akzeptiert, dass dieses Land ihnen entgleitet und unter den Schutz Russlands fällt. Sie haben im Libanon die Rumsfeld/Cebrowski-Doktrin gegen Präsident Trumps Meinung übernommen. Sie spielten mit internen Rivalitäten, während sie sich enthielten, ihre Truppen offen einzusetzen. In den Vereinigten Staaten ist die Demokratische Partei dabei, antiisraelisch zu werden, unter dem Einfluss der Abgeordneten der Fraktion von Rashida Tlaib, Ilhan Omar, Cori Bush, Ayanna Pressley und Alexandria Ocasio-Cortez. Das Pentagon, das Israel seit 2001 als einen Verbündeten betrachtet, der für seinen Geschmack zu unabhängig geworden ist, würde seine Rache in dessen Zerstörung finden.
 
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